Kloster Maulbronn / 5. September 2017

Die Vorhalle, das "Paradies", mit den wunderbaren spätromanischen Steinmetzarbeiten
Die Vorhalle, das "Paradies", mit den wunderbaren spätromanischen Steinmetzarbeiten

   Mein nunmehr dritter Besuch im Kloster Maulbronn, dem Mutterkloster unseres heimischen Klosters Bronnbach im Taubertal. Und noch immer eine reiche Auswahl an Motiven.

 

Neue Bilder finden sich hier (etwas nach unten scrollen): Kloster Maulbronn

Auch vor Jahrhunderten gab es schon Graffiti! Hier an den Fassadensteinen des "Paradieses" im Kloster Maulbronn:

Auto-Skulpturen-Park Neandertal / 30. April 2017

Früher Nebraska, heute Neandertal
Früher Nebraska, heute Neandertal

   50 Oldtimer (einige davon der Nobelklasse) des Baujahrs 1950 hat der Oldtimerhändler Michael Fröhlich aus seinem Geburts-jahrgang auf seinem bewaldeten Grundstück im Neandertal aufgestellt. Es war sein eigenes Geburtstagsgeschenk, eine faszi-nierende Idee!

 

   Seither sind sie den Geschicken der Witterung und der Zeit überlassen und entwickeln sich Jahr um Jahr immer mehr zu einem faszinierenden Skulpturenpark, allemal eine Reise wert. 

 

   Zahlreiche Bilder von diesem sehr speziellen Ort habe ich hier eingestellt:  Auto-Skulpturen-Park Neandertal

Landschaftspark Duisburg / 29. April 2017

   Landschaftspark Duisburg die II. 2013 waren wir schon einmal hier, damals noch mit analoger Kamera, jetzt ein zweiter Besuch und diesmal digital.

 

   Die neuen Bilder finden sich hier: Landschaftspark Duisburg

Kloster Bronnbach - Bursariat II / 21. und 22. April 2017

   Seit Jahrzehnten steht das Bursariat II leer, ungestört. Das wird sich bald ändern und gerade noch rechtzeitig konnten wir die Stimmung im alten Gebäude festhalten.

 

   Bilder zum alten Schreinerei-Gebäude im Bronnbacher Kloster finden sich hier:

Bursariat II 

Jüdischer Friedhof Wenkheim / 9. April 2017

Kubistische Inspiration
Kubistische Inspiration

   Wenkheim war der Anfang. Der jüdische Friedhof von Werbach-Wenkheim war der erste, den wir fotografiert haben. Ihm folgten unzählige andere Friedhöfe nach, die dann zum Gegenstand unserer Ausstellungen zu diesem Thema wurden.

 

   Jetzt haben wir ihn einmal wieder besucht, gemeinsam, mein Ausstellungspartner Walter Hörnig und ich. Ein angenehm warmer Frühlingstag, ein Licht am Spätnachmittag, das die Konturen der Stelen sehr gut aufnahm, eine wunderbar friedvolle Stimmung.

 

   Bilder zum Friedhof finden sich hier: Friedhof Wenkheim

(auf der Seite ganz nach unten scrollen zum Wenkheimer Friedhof)

KZ Buchenwald / 20. Januar 2017

   Vor einer Woche habe ich gemeinsam mit Fotofreund Egidius das Konzen-trationslager Buchenwald, nahe Weimar, besucht.

 

   Eindrücke und Bilder finden sich auf einer eigenen Seite, das Thema lässt keine Behandlung "by the way" zu. Die Beschreibung des Besuchs, Gedanken hierzu und die Bilder finden sich hier:

 

Gedenkorte / KZ Buchenwald

Kloster Bronnbach / 4. Dezember 2016

   Frostige Nächte und Morgenstunden sind in den letzten Jahren im Dezember selten geworden. Immerhin hat die aktuelle Kaltwetterlage die Voraussetzung geschaffen, dass im Taubertal seit längerer Zeit wieder Eiswein geerntet werden konnte, hierzu braucht es minimum -7° C. 

 

   Es ist eine sehr eigene Stimmung, kalt, voller Ruhe, noch ohne Schnee, der Reif bedeckt die Landschaft trotzdem mit weißem Puder und mit den ersten Sonnenstunden verschwindet der Bodennebel, wird alles im Tal nach und nach kristallklar.

 

Bilder zu diesem frostigen Dezembermorgen finden sich hier: Kloster Bronnbach

Skyline Frankfurt / 11. September 2016

   Eigentlich eine sehr untypische Motivwelt für mich, aber beim Fotografieren der Frankfurter Skyline fiel mir diese Szene im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße (Linse).

Nachsommer / 3. September 2016

   Gräser, Stauden und ihre Blätter verfärben sich, trocknen aus, das Licht wird flacher und weicher und die Spinnen machen sich an die Arbeit den Altweibersommer zu gestalten.

Kloster Eberbach / 20. August 2016

 Ein Treffen von Großformatfotografen hat mich ein zweites Mal nach Kloster Eberbach im Rheingau geführt. Bilder aus meinen beiden Besuchen sind hier zu finden: Kloster Eberbach

Weikersheim Skulpturenschau / 18. August 2016

 Eine wunderbare Idee der Stadt Weikersheim, die Altstadt wird geschmückt durch Skulpturen des Künstlers Rainer Kurka. Manche davon erschließen sich erst auf den zweiten Blick als Kunstwerke, so lebensecht stehen sie inmitten ihrer Umgebung.

Kloster Maulbronn / 6. Mai 2016

Das Brunnenhaus
Das Brunnenhaus

 Kloster Maulbronn habe ich eigentlich schon seit Jahren als fotografisches Exkursionsziel auf dem Zettel. Gestern nun hat es endlich geklappt. Dafür wurde ich auch gleich mit einem herrlichen Frühlingstag belohnt.

 

 

 Seit 1993 ist das Kloster Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als die besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Begründet in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts vereint das Klosterdorf alle baulichen Entwicklungsstufen, von der Romanik bis zur Spätgotik. Eine mehr als lohnende Reise und gewiss nicht mein letzter Besuch.

 

 

Bilder zum Kloster gibt es hier: Kloster Maulbronn

Naturschutzgebiet Rohrberg / 13. März 2016

 Naturbelassene Wälder sind ein schwer zu vergleichendes Faszinosum. Zuerst überwältigt einen das Augenscheinliche. Die Präsenz der alten Bäume, Methusalems, die so lange schon überdauern oder aber mächtige Stämme, die seit Jahren am Boden liegen und noch immer ahnen lassen, wie lange die knorrigen Riesen gelebt haben mögen, bevor ein Sturm oder die nachlassende Standhaftigkeit eines kaum vorstellbaren Alters, nicht selten auch beides, sie zu Fall brachten.

 

 Mit der Zeit tritt man näher, betrachtet das was übrig geblieben ist genauer, bestaunt die einzigartigen Neubesiedler, die morphologischen Details der Zersetzungsprozesse, die Strukturen der Auflösung und die schichtweise Rückbildung des Holzes, bis letztlich nur noch aufgehäufter Humus als Nährstoff neuen Lebens am Waldboden bleibt.

 

 Dieser Zerfall zieht sich über lange Jahre hin und währenddessen findet man die in der Tat wundersamsten Formen und Strukturen vor, die einer interpretierenden Phantasie reichen Spielraum gewähren. Strudel und Wirbel feinster Holzschichten im glattpolierten Stamm, denen man bei Nähe betrachtet kosmische Dimensionen zusprechen könnte. Abbruch-kaskaden zerfallender Holz- oder Zellkuben, die an eine zerklüftete  Gebirgslandschaft en miniature erinnern, oder aber sich ablösende Rindenfetzen, die einem mäandrierenden Flussdelta gleich von der Sonne bespiegelt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

 

 Es sind wunderbare Stunden im "Urwald", die man mit der Kamera verbringen kann. Man taucht ein in eine Märchenwelt und vergisst, dass es auch noch eine reale gibt, die Gedanken, Bilder und Phantasien fliegen und werden nur hin und wieder von einem leisen Auslösegeräusch der Kamera unterbrochen. Entspannung pur, für mich bereichernder und erholsamer als jedes Autogene Training.

 

 

 

Naturschutzgebiet Metzgergraben / 17. März 2016

 Ein Ort, den ich zu dieser Jahreszeit sehr gerne aufsuche, ist das Naturschutzgebiet Metzgergraben im Spessart. Mehr als anderenorts findet man hier bizarre Formen und Skulpturen, nicht aus Stein, wie in Gebirgslandschaften, sondern aus Holz.

 

 Skelettierte Relikte alter Baumriesen, von der Witterung reduziert auf allerletzte Reste des Kernholzes. Ausgebleicht durch das Licht ragen sie aus dem Waldboden, Zahnstümpfe aus Holz. Glattgebürstet oder sich in Rinnen auflösend, wenn Hart und Weich in  unterschiedlicher Geschwin-digkeit verwittern.

 

 Und beinahe immer hat sich neues Leben bereits eingefunden, besiedelt die Kadaver und zehrt von ihren letzten Nährstoffen. Genügsame Kulturfolger sind das, Moose, Flechten, Pilze, die bescheiden eine Nische finden, bevor junge Bäume ihren Platz erobern.

 

 Noch spielt das Licht mit, für die Fotografie. In wenigen Wochen hat das Laub der Altbäume alles so verdunkelt, dass am Boden vielfach nur noch Schatten bleibt.

 

 

 

Naturschutzgebiet Metzgergraben und Krone

Spessart an einem milden Januartag / 29. Januar 2016

 Erneut ein milder Januartag, ungewöhnlich für die Jahreszeit, die Klimaänderung ist schwer zu übersehen.

 

 Solche Tage bieten auch am Nachmittag wunderbares Licht, vorfrühlingshaft und Balsam für die Seele.

 

 Die Aufnahmen entstanden in den beiden Naturschutzgebieten Rohrberg und Hafen-lohrtal im Spessart.

 

Naturschutzgebiete

Jüdischer Friedhof Bödigheim im Schnee / 17. Januar 2016

 Der erste ausgedehnte Schneefall des Jahres bietet die Gelegenheit zu winterlichen Aufnahmen auf dem Friedhof. "Der stille Ort" wird noch ein wenig lautloser. Der Schnee schluckt beinahe alle Geräusche, Tierstimmen bleiben bei der Kälte ohnehin verstummt, die fallenden Flocken hinterlassen einen ganz feinen Hintergrundton, begleiten die Schritte im Schnee.

 

Januar im Spessart / 8. Januar 2016

 Die erste Januarhälfte war in unserer Region sehr mild, beinahe noch herbstlich. Eine gute Gelegenheit für einen kleinen Ausflug in den Spessart.

Neue Ausstellung in Külsheim / 15. bis 29. November 2015

Die letzte diesjährige Ausstellung, gemeinsam mit Fotopartner Walter Hörnig, findet in Külsheim statt:

 

 

"Zeitzeugen - Jüdische Friedhöfe"

 

15. bis 29. November 2015

Altes Rathaus

Hauptstr. 47

97900 Külsheim

 

Sa. 13:00 - 17:00 Uhr / So. 11:00 - 16:00 Uhr

 

 

Friedhof Külsheim

Neue Ausstellung in Bad Rappenau / 29. September bis 1. November 2015

Jüdischer Friedhof Heinsheim
Jüdischer Friedhof Heinsheim

Am 29. September haben wir eine neue Ausstellung in Bad Rappenau eröffnet:

 

"Zeitzeugen - Jüdische Friedhöfe"

 

29. September bis 1. November 2015

Forum "Fränkischer Hof"

Heinsheimer Straße 16

74906 Bad Rappenau

 

Außerhalb des Ortsteils Heinsheim liegt der sehr alte Verbandsfriedhof, der berühmt ist für seine barocken Steine und deren reiche Symbolik:

 

Friedhof Heinsheim

Neue Ausstellung in Igersheim / 21. bis 31. Mai 2015

Jüdischer Friedhof Unterbalbach
Jüdischer Friedhof Unterbalbach

 Die erste Ausstellung in 2015, zwei weitere sind geplant:

 

"Zeitzeugen - Jüdische Friedhöfe"

 

21. bis 31. Mai 2015

Rathaus Igersheim (bei Bad Mergentheim)

Möhlerplatz 9

97999 Igersheim

 

 

 Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Roy und Adele Igersheim/USA unschließend der Gemeinde Igersheim, stelle ich gemeinsam mit meinem Fotopartner Walter Hörnig unsere Fotografien zu den jüdischen Friedhöfen aus.

 

 

 Für diese Ausstellung haben wir einen neuen Friedhof fotografisch aufgesucht, auf dem über Jahrhunderte die jüdischen Bürger von Igersheim bestattet wurden:

 

"Unterbalbach"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht der "Fränkischen Nachrichten" zu unserer Ausstellungseröffnung

22. März 2014 / Oktogonkapellen

Sigismundkapelle Oberwittighausen
Sigismundkapelle Oberwittighausen

 Geheimnisvolle Achtecke, uralte Kapellen im romanischen Stil, finden sich in Tauberfranken, vermutlich von heimkehrenden Kreuzrittern errichtet, vielleicht dort, wo einstmals Kelten ihre Quellheiligtümer verehrten.

 

Neue Bilder: Oktogonkapellen

31. Oktober 2014 / Herbstbilder aus dem Hafenlohrtal

Oktober
Oktober

 Für mich die schönste Jahreszeit in der Fotografie. Beinahe täglich erhofft man sich das perfekte Licht, eine außergewöhnliche Stimmung.


 Neue Bilder aus dem Hafenlohrtal gibt es hier (ein Stück nach unten scrollen), letzter Bildblock "Hafenlohrtal": Hafenlohrtal

Neue Austellung in Buchen / 31. Oktober bis 28. November 2014

Frankfurt - Alter Jüdischer Friedhof  Battonstraße
Frankfurt - Alter Jüdischer Friedhof Battonstraße

 Eine weiter Ausstellung mit meinem Fotopartner Walter Hörnig steht bevor:

 

Ausstellung der Stadt Buchen und der Stiftung "Bücherei des Judentums" unter dem Titel:

 

"Zeitzeugen - Jüdische Friedhöfe"

 

31. Oktober bis 28. November 2014

Foyer des Neuen Rathauses Buchen

Wimpinaplatz 3

74722 Buchen

 

geöffnet jeweils Montag bis Freitag 08:00 Uhr - 18:00 Uhr

 

Neue Ausstellung in Rimpar / 11. und 12. Oktober

Wenkheim
Wenkheim

 Gemeinsam mit meinem Fotopartner Walter Hörnig stelle ich nunmehr zum dritten Mal, unter dem Titel  "Zeitzeugen - Jüdische Friedhöfe der Region", diesmal in Rimpar (bei Würzburg), Bilder zu unserem zentralen fotografischen Thema aus.

 

 Die Ausstellung findet im Rahmen eines Kulturwochen-

endes "Rimpar - Kultur vor Ort" nur an zwei Tagen statt.

 

11./12. Oktober

Alte Knabenschule

Hofstr. 3

97222 Rimpar

 

geöffnet jeweils 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

23. August 2014 / Der jüdische Friedhof von Altengronau

Mächtige Bäume konnten heranwachsen, seitdem die Grabsteine stehen
Mächtige Bäume konnten heranwachsen, seitdem die Grabsteine stehen

 Ein ungewöhnlich schöner Friedhof findet sich in Altengronau, in der Hessischen Rhön. Neue Bilder sind hier:


Der jüdische Friedhof in Altengronau

5. August 2014 / Klosterruine Eldena bei Greifswald

Bedeutende Backsteingotik an der Ostseeküste
Bedeutende Backsteingotik an der Ostseeküste

 Eine Reise an die Ostseeküste führte mich nach Greifswald. Unweit der Stadt befindet sich das berühmte Kloster Eldena. Bilder sind hier zu finden: Klosterruine Eldena

27. Mai 2014 / Burg Wildenberg / Die Wildenburg im Odenwald

Gralsburg aus dem "Parzival"?
Gralsburg aus dem "Parzival"?

  Sie soll das Vorbild für Wolfram von Eschenbachs Gralsburg gewesen sein, die Wildenburg bei Kirchzell im Odenwald, ein mystischer und bezaubernder Ort: Die Wildenburg

22. Mai 2014 / Kloster Bronnbach, Kreuzgang und Kirche

  Neue Bilder sind hier zu finden: Kloster Bronnbach

9. Mai 2014 / Robin H. Bowen mit der Triple Harp auf der Gamburg

Robin Huw Bowen
Robin Huw Bowen

  Ein ungewöhnliches Instrument, das nur noch von ganz wenigen Künstlern beherrscht wird, wunderbare Klänge von einem großartigen Meister vorgetragen, ein außergewöhnlicher Abend auf der Gamburg.

 

  Bilder hierzu: Gamburger Impressionen

8. Mai 2014 / Zwei ungewöhnliche Gäste

Mimas tiliae (Lindenschwärmer)
Mimas tiliae (Lindenschwärmer)

  Ungewöhnlicher Besuch, zwei seltene Falter haben sich an einer dunklen Hausecke versteckt, vertieft in einem friedlichen Geschäft. Das dauerte einen ganzen Tag, am nächsten Morgen waren sie verschwunden.

 

  Es hat übrigens nicht wenig Mühe gekostet, die beiden Schönheiten zu identifizieren. Oben das weibliche Tier, etwa 6 bis 7 cm groß, darunter das kleinere männliche.

14. April 2014 / Geophysikalische Prospektion unter Marienkapelle leider ohne Erfolg

  Das Ergebnis der Geophysikalischen Prospektion unter der Marienkapelle liegt inzwischen vor. Leider konnte die Untersuchung keinen verwertbaren Hinweis auf das Vorhandensein eines mittelalterlichen, jüdischen Tauchbads erbringen. Letztlich waren wir von vorneherein mit der Schwierigkeit konfrontiert, nur einen begrenzten Bereich des Gewölbekellers erforschen lassen zu können. Weite Teile des Raums sind durch eine Betonwanne verbaut, die jegliche Form der Nachforschung blockiert. Die schwache Hoffnung, dass man aber zumindest Teile einer Mikweneinrichtung erkennen könnte, haben sich leider nicht erfüllt.

 

  Es gibt Hinweise auf Anomalien im Untergrund des Gewölbekellers, auch auf einen eventuellen Hohlraum, doch die abgebildeten Strukturen sind nicht hinreichend geometrisch, um daraus ein eventuelles Tauchbecken oder zugehörige Strukturen erkennen zu können. Dies ist zwar nicht im Umkehrschluss ein Nachweis, dass keine Mikwe vorhanden sein könnte, aber eben auch keine Bestätigung

12. März 2014 / Geophysikalische Prospektion unter der Wertheimer Marienkapelle

Dr. Arno Patzelt mit Messeinheit während der Geophysikalischen Prospektion
Dr. Arno Patzelt mit Messeinheit während der Geophysikalischen Prospektion

  Neben der Fotografie gibt es noch ein weiteres, für mich sehr wichtiges Engagement in meiner Freizeit, den Bürgerverein Pro Wertheim. Aktuell beschäftigen wir uns mit Nachforschungsarbeiten unter der Wertheimer Marien-kapelle. Diese Woche wurde hier eine lange erwartete wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt, die Details aus unserem nachstehenden Bericht für die Lokalpresse:

Messbild der Prospektion als Bildsäule
Messbild der Prospektion als Bildsäule

  Der Bürgerverein Pro Wertheim hatte es sich in den vergangenen beiden Jahren zur Aufgabe gemacht, die ehemaligen Stätten der Wertheimer Jüdischen Gemeinde wieder in den Fokus zu rücken. Verschiedene Gedenkeinrichtungen am Neuplatz, bzw. im ehemaligen Judenviertel, sind im vergangenen Jahr bereits etabliert worden. Als vorläufig letzte und wichtige Aktivität steht nunmehr die Erforschung des Gewölbekellers unter der Marienkapelle an.

 

  Die Marienkapelle ist an der Stelle errichtet, wo einstmals die mittelalterliche Synagoge der Jüdischen Gemeinde stand, zerstört 1447. Der Gewölbekeller selbst stammt noch aus dieser Zeit, wurde mit der heutigen Kapelle überbaut.

 

  Es gibt Hinweise, dass im Keller unter der Marienkapelle die Reste eines mittelalterlichen Ritualbades, einer Mikwe also, verborgen sein könnten. Der Freiburger Münsterbaumeister, Fr. Kempf, erwähnt dies in einem Artikel der Zeitschrift Denkmalpflege 1916, in einer Zeit wo der Gewölbekeller noch nicht verbaut war. Heute wird das Gewölbe in weiten Teilen durch eine raumfüllende, massive Betonwanne beherrscht, nur ein kleinerer Bereich vor der Verbauung ist zugänglich.

 

  Denkmalamt und Bet Tfila (Braunschweig), die bundesweit führende Forschungsstelle für jüdische Architektur, wurden hinzugezogen, eine „zerstörende“ Suchgrabung im Untergrund des Kellers vom Denkmalamt ausgeschlossen. Da ein möglicher Befund aber von herausragender Bedeutung wäre, hat man nach anderen Lösungen gesucht:

 

  In insgesamt (bundesweit >Anm.<) acht Fällen wird die Anlage der Mikwe im Untergeschoß der Synagoge vermutet, jedoch konnte – aufgrund fehlender archäologischer oder archivalischer Indizien – bislang für keinen dieser Standorte, diese Annahme eindeutig bewiesen werden. In vielen Fällen wurden die als Mikwe vermuteten Räumlichkeiten im Laufe der Jahrhunderte mehrfachen Umbauten unterzogen oder die Grundstücke sogar neu bebaut, so dass Funde kaum mehr möglich sind.

 

  Umso bedeutungsvoller wäre ein möglicher Fund von Resten einer Ritualbadanlage im Gewölbekeller der Wertheimer Marienkirche für die Wissenschaft. Dies wäre dann der bislang vergeblich gesuchte Beweis für eine enge Verquickung von Synagoge und Ritualbad in mittelalterlicher Zeit. Zudem wäre ein Fund schon aufgrund der bislang geringen Zahl von Funden jüdischer Ritualbäder aus mittelalterlicher Zeit wissenschaftlich bedeutend.

(Dr. Katrin Kessler, Bet Tfila)

 

  Die Stadt Wertheim hatte sich nun dankenswerterweise bereit erklärt, die Kosten einer Geophysikalischen Prospektion zu übernehmen und somit die momentan einzige Chance einer Klärung zu nutzen, wohl wissend, dass die Untersuchung schon aufgrund der begrenzten Restfläche, die man würde messen können, mit ungewissem Ausgang verbunden ist. Gleichwohl, ein möglicher Befund wäre ein bedeutendes archäologisches Kleinod in der Wertheimer Altstadt.

 

  Am Mittwoch fand nun die geophysikalische Untersuchung des Untergrundes im alten Gewölbekeller der Marienkapelle statt. Durchgeführt wurde sie von der Firma Terrana Geophysik aus Mössingen. Mit diesem elektromagnetischen Resonanzverfahren kann der Boden bis in eine Tiefe von etwa 6m durchdrungen werden, durchgeführt hat die Prospektion Firmenmitinhaber und Geophysiker Dr. Arno Patzelt.

 

  Was nun in Form von Schichtbildern erfasst worden ist, die den Laien vergleichbar verwirren wie ein Ultraschallbild, wird nun in den nächsten Wochen über komplexe Rechenvorgänge zu einem Schnittbild des Untergrundes zusammengefügt und kann erst danach wissenschaftlich beurteilt werden, somit zu einer Aussage führen, ob unter der heutigen Bodenschicht bauliche Reste verborgen sind, die auf eine Mikwe hindeuten könnten(!). Natürlich sehen alle Beteiligten, sowohl die Wertheimer Stadtverwaltung als auch der Verein Pro Wertheim, dem Ergebnis mit großer Spannung entgegen.